20. April: Vor 78 Jahren wurde Gyula Toth geboren

1941: Schalke-Torwart Gyula Toth wird geboren

Beim Auswärtsspiel am 22. August 1964 bei Eintracht Frankfurt gibt der Torhüter, dem wegen seiner geschmeidigen Bewegungen der Ruf eines Panthers vorauseilt, sein Bundesliga-Debüt im Tor der Knappen, die mit einem 2:2 in ihre zweite Bundesliga-Saison starten. Viele Experten trauen dem Team eine gute Platzierung zu, stehen mit Willi Schulz, Stan Libuda, Hans Nowak, Günter Herrmann und Willi Koslowski doch einige Nationalspieler in den Reihen der Königsblauen. Doch es kommt anders.

Der Ungar, der in 21 der 30 Liga-Begegnung das Tor hütet, kann nicht verhindern, dass Schalke am Ende der Saison den letzten Platz belegt. Was Toth nicht gelingt, ermöglichen die Lizenz-Verstöße von Hertha BSC und freundliche DFB-Juristen, die die Bundesliga auf 18 Clubs aufstocken. Schalke bleibt im Oberhaus des deutschen Fußballs, Toth indes verlässt das Ruhrgebiet.

Der ungarische Torwart, der in Deutschland beim VfL Nürnberg beginnt und auch schon bei der SpVgg Fürth spielte, kehrt ins Frankenland zurück. Toth, den besonders sein Ehrgeiz und Trainingsfleiß auszeichnen, schließt sich dem 1. FC Nürnberg an. Dort wird er allerdings nicht glücklich.

Toth hat Pech, dass der Club mit Roland Wabra über einen ausgezeichneten Schlussmann verfügt. So wird er in drei Jahren lediglich zwölf Mal eingesetzt, gewinnt jedoch in seinem letzten Jahr die Meisterschaft. Als Ersatztorhüter gehört er zu den 15 in der Saison 1967/1968 eingesetzten Spieler, die den neunten nationalen Titel für Nürnberg erringen. Im März 2014 verstirbt Toth nach langer Parkinson-Krankheit.

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