Kilian Ludewig im Kreisel-Interview: Fern der Heimat

Kilian Ludewig

Kilian, du bist auf Leihbasis für eine Saison zu Königsblau gewechselt. Dein Transfer war erst kurz vor Toresschluss perfekt. Was hast du gedacht, als sich die Möglichkeit bot?
Der erste Anruf erreichte mich abends, und schon am nächsten Morgen um acht war ich auf dem Weg nach Gelsenkirchen. Meine Freude war riesig, Schalke ist ein toller Verein, ebenso lockte die Aussicht auf Bundesliga-Fußball; da musste ich nicht lange überlegen, aber wirklich realisiert habe ich es erst einige Tage später.

Welche Erwartungen hast du mitgebracht?
Schalke ist ein beeindruckender Traditionsclub, mit einer fußballverrückten und großen Anhängerschaft. Ein Verein, der über Jahre international gespielt und dabei viele bekannte Profis ausgebildet hat, die heute auf Top-Niveau Fußball spielen.

Einmal bin ich so gefoult worden, dass ich einen halben Salto gedreht habe, bevor ich auf dem Nacken gelandet bin.

Kilian Ludewig

Du hast auch schon in Österreich gespielt. Wie hast du den Wechsel dorthin erlebt?
Der Wechsel nach Salzburg ist mir leichtgefallen, ich habe mich schnell eingelebt. Dass ich zunächst beim FC Liefering, also dem Farmteam von Salzburg, zum Einsatz gekommen bin, war hilfreich. Die Leihe zum FC Barnsley war eine ganz andere Umstellung, obwohl Gerhard Struber und einige österreichische Teamkollegen den Sprung erleichtert haben.

Die zweite englische Liga gilt als rau …
Absolut, die Liga ist hart und verlangt den Spielern physisch einiges ab. Sie hauen sich mit aller Macht in jedes Duell. Ich habe es selbst einige Male am eigenen Leib erleben dürfen. (lacht) Einmal bin ich so gefoult worden, dass ich einen halben Salto gedreht habe, bevor ich auf dem Nacken gelandet bin. Dort herrscht eine andere Art des Fußballs: viel mehr Zweikampfhärte, weniger Taktik, dafür höheres Tempo, daran muss man sich erst mal gewöhnen.

Du hast dir einen Stammplatz erkämpft.
Es war wie der berühmte Sprung ins kalte Wasser, es ging direkt um alles, wir haben bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft. Der letzte Spieltag war an Dramatik kaum zu überbieten: Erst in der Nachspielzeit haben wir das rettende Siegtor geschossen, das war natürlich umso schöner. Es war ein tolles Gefühl, für unsere Leistung so kurz vor Schluss doch noch belohnt zu werden.

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