McKennie mit bitterer Niederlage, Kutucu unterliegt bei U21-Debüt

USA vs. Mexiko – ein echtes Traditionsduell

Vor wenigen Monaten (8.7.) standen sich die US-Auswahl und Mexiko noch im Endspiel des Gold-Cups gegenüber. Weston McKennie und die US-Boys mussten damals nach einem beeindruckenden Turnier eine 0:1-Finalpleite hinnehmen. Nun die Wiederauflage. Das Duell zwischen den Nachbarstaaten gehört zu den traditionsreichsten Duellen des internationalen Fußballs und feierte sein 70. Jubiläum, aus Sicht der USA war es kein Feiertag.

Mexiko kam deutlich besser ins Spiel und belohnte sich in der 21. Minute mit dem Führungstreffer durch Chicharito, der von 2015-2017 für Bayer Leverkusen auf Torejagd ging. Im Anschluss erholten sich McKennie, der die volle Spielzeit absolvierte, und seine Mitspieler von dem schwachen Start. Der Gastgeber erspielte sich fortan gute Möglichkeiten und konnte das Niveau auch in der zweiten Halbzeit halten. In der Schlussphase nutze Mexiko dann die Vorstöße der Amerikaner für eigene Konter und schraubte die Führung innerhalb von vier Minuten auf 3:0 hoch. Ein verschossener Elfmeter durch den Bremer Josh Sargent besiegelte den bitteren Abend.

Die kommende Partie gegen Uruguay (11.9.) wird McKennie nicht bestreiten. Der Schalker wird in Absprache mit Coach Gregg Berhalter vorher abreisen und daher in den nächsten Tagen wieder zu den Knappen stoßen.

Kutucu debütiert für die türkische U21

Ahmed Kutucu sorgte in der vergangenen Saison nicht nur bei den Königsblauen für Aufsehen. Sein Aufstieg von der Knappenschmiede in den Schalker Profi-Kader blieb auch dem türkischen Fußballverband nicht verborgen – ganz im Gegenteil. Schon in seiner Jugendzeit absolvierte der Gelsenkirchener Länderspiele für die türkische U17 & U19, folgerichtig folgte nun die Berufung in die U21-Auswahl.

Im fünften Spiel der EM-Quali hieß der Gegner England. Kutucu stand selbstredend in der Startelf und erwischte mit seinem Team keinen guten Start. Bereits in der vierten Minute mussten die Hausherren einen 0:1-Rückstand hinnehmen, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Die Türkei erzielte in der 25. Minute den Ausgleich und setze mit dem Führungstreffer in der 51. Minute noch einen drauf. Die Schlussphase gehörte dann wiederum den Three Lions, die mit einem Doppelschlag (74./75.) den 3:2-Sieg eintüteten.

Kutucu spielte 90 Minuten durch und auch er wird in den nächsten Tagen wieder zurückkehren – das nächste Quali-Spiel steht nämlich erst wieder im Oktober an.

Raman sammelt erste Eindrücke

Die Berufung kam nicht überraschend, sondern war eigentlich nur logisch: Neu-Schalker Benito Raman beeindruckte in der abgelaufenen Spielzeit mit seinen Treffern für Fortuna Düsseldorf, auch in seiner belgischen Heimat. Für die Länderspiele gegen San Marino (6.9.) und Schottland (9.9.) wurde der 24-Jährige das erste Mal nominiert, für Raman eine Wertschätzung: „Ich sehe diese Nominierung als Antwort auf diejenigen, die in Belgien nie an mich geglaubt haben. Das beweist, dass ich in Deutschland die richtigen Schritte unternommen habe.“

Im EM-Qualifikationsspiel gegen San Marino hatte die belgische Auswahl erwartungsmäßig keine Probleme. Der WM-Dritte von 2018 ging mit einem klaren 4:0 als Sieger vom Platz und fuhr damit den fünften Sieg im fünften Spiel ein. Benito Raman kam dabei nicht zum Einsatz und durfte den Dreier 90 Minuten von der Bank aus bestaunen – nicht schlimm, wie der Stürmer im Vorfeld betonte: „Wenn der Trainer auf mich zählt, dann bin ich da. Aber auch ohne Minuten werde ich nicht enttäuscht sein.“ Vielleicht klappt es ja mit den ersten Minuten beim kommenden Duell gegen Schottland (9.9.).

Harit mit Remis – Miranda ohne Einsatz

S04-Offensivmann Amine Harit durfte sich über eine Rückkehr in die Nationalauswahl Marrokos freuen. Nach der Nicht-Nominierung für den Afrika-Cup, kam Harit beim Test gegen Burkina Faso 69 Minuten zum Einsatz. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, wurden aber erst in der Schlussphase konsequent in der Offensive. Burkina Faso ging in der 71. Minute in Führung, Marokko konnte kurz vor Abpfiff in der 88. Minute ausgleichen und sorgte damit auch für den Endstand. Harit wird auch beim zweiten Test gegen die Republik Niger (10.9.) dabei sein.

Juan Miranda kam kurz vor Transferschluss per Leihe vom spanischen Top-Club FC Barcelona zu den Königsblauen, es folgte eine Nominierung für die spanische U21-Nationalmannschaft. Der 19-jährige durchlief bis dato seit der U17 alle spanischen Nachwuchsauswahlen. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan, das die Spanier mit 1:0 für sich entscheiden konnten, stand der Verteidiger allerdings nicht im Kader. Das nächste Duell bestreiten die Spanier gegen Montenegro (10.9.).

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