Sascha Riether: Wollten Fans Freude am Fußball zurückbringen

Es werde einerseits Fußball gearbeitet, andererseits aber auch gespielt, so der 36-Jährige. „Unser Ziel war es, unseren Fans die Freude am Fußball wieder zurückzubringen.“ Einen großen Verdienst am Aufschwung habe David Wagner, betont der ehemalige Rechtsverteidiger. „Der Trainer stellt die Mannschaft taktisch super ein und hat jedem unserer Spieler sein Vertrauen ausgesprochen und ihnen gesagt, dass jeder wieder bei null beginnt“, erklärt Riether.

Doch auch Sportvorstand Jochen Schneider habe die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt. „Er hat gesehen, dass wir auf der einen oder anderen Position Nachholbedarf hatten. Und die Mannschaft erkennt, dass neue Gesichter da sind und sich hier etwas bewegt“, nennt Riether weitere Gründe für den ordentlichen Start in die Spielzeit.

Bestes Saisonspiel bis dato in Leipzig

Mit 14 Punkten in der Bundesliga sowie dem souveränen Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals stehen die Königsblauen aktuell gut da, die Stimmung am Ernst-Kuzorra-Weg war gewiss schon mal schlechter. „Es hat geholfen, dass wir zu Beginn Punkte gesammelt haben, dadurch ist im Umfeld ein bisschen Ruhe eingekehrt“, weiß Riether, der zudem das „große Vertrauen in das neue System“ des Trainers betont. Das bislang beste Saisonspiel habe die Mannschaft beim 3:1-Erfolg in Leipzig abgeliefert. „Wir haben uns dort super präsentiert. Es sind aber nicht nur die Ergebnisse, die bislang passen, sondern umso erfreulicher ist die Art und Weise, wie wir Fußball spielen“, sagt Riether.

Torchancen noch besser nutzen

Er freue sich darüber, dass die Knappen in der Tabelle aktuell so gut positioniert seien. „Wir können unsere Lage aber auch realistisch einschätzen“, sagt Riether und ergänzt: „Es sind mehrere Teams oben dabei, das ist nur positiv für die Bundesliga.“ Bei der eigenen Mannschaft sieht der Ex-Profi weiterhin Verbesserungsbedarf. „Wir müssen die eine oder andere Torchance noch eiskalter nutzen, um die 50:50-Spiele häufiger für uns zu entscheiden“, erklärt Riether.

Besonders erfreulich sei es, dass Wagner derzeit personell aus dem Vollen schöpfen könne – das spreche für die gute Arbeit des gesamten Staffs inklusive des Ärzteteams, der Athletiktrainer und der Physiotherapeuten. „Es ist positiv für den Konkurrenzkampf, da keiner nachlässt und wir die Spannung hochhalten können“, sagt Riether.

Mir macht die Arbeit einfach Spaß – und wenn die dann auch noch von Erfolg gekrönt ist, freut das einen umso mehr.

Sascha Riether

Angesprochen auf seine immer noch recht neue Rolle lässt der 36-Jährige durchblicken, dass die Umstellung zu Beginn nicht einfach gewesen sei, „weil man plötzlich eine andere Sicht auf die Jungs hat“. Die Spieler hätten es ihm aber leichtgemacht – und zudem werde ihm mit Rat und Tat zur Seite gestanden. „Jochen und David geben mir Ratschläge, was man vielleicht noch besser machen kann“, verrät Riether. „Mir macht die Arbeit einfach Spaß – und wenn die dann auch noch von Erfolg gekrönt ist, freut das einen umso mehr.“

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